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Das Lehmkuppelhaus

„Geheimnis im Innern“ betitelte eine Zeitung ihre Reportage über unser Lehmkuppelhaus. Äußerlich unterscheidet es sich tatsächlich wenig von gewöhnlichen modernen Bauten - allenfalls durch das Dach: Wiesenblumen, Tulpen, Margeriten, Königskerzen und Sommerflieder. Die äußere Hülle  ist aber eben nur der Maßanzug für das besondere im Innern: eine Kuppel mit sechs Metern Durchmesser, gemauert aus getrockneten Lehmsteinen.

Gebaut nach einem Konstruktionsprinzip, das schon in vorchristilicher Zeit entwickelt wurde. Der höhlenartige, luftige und helle Charakter vermittelt Geborgenheit und Stille. Ein idealer Platz für Seminare und Gruppen, die Mensch und Natur wieder verbinden möchten. Eine große Öffnung im Dach gibt den Blick in den Himmel frei. Um die Kuppel herum gruppieren sich Schlaf- und Wohn“räume“. Die zurücktretenden Rundungen der Lehmkuppel als Innenwand bilden eine spannenden Kontrast zum Holzständerwerk der Außenhülle.

An dem großen, grob behauenen Esstisch im Aufenthaltsraum glaubt man, direkt im Garten zu sitzen. Wenige Zentimeter hinter der bis zum Boden reichenden Glasflächen klopft das Gras an die Scheibe. Mit einem Schritt über die Türschwelle betritt man die Terrasse und findet sich zwischen Blumen wieder.
Blau - die Farbe des Wassers - bestimmt das Bild im Bad. Weiche Rundungen aus Tadelakt umfließen den Waschplatz. Die von dem Lehmkünstler Manfred Fahnert gestalteten Duschen könnten auch in Marokko stehen.

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